Blomberg (red). Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft kommt es in der Handball Bundesliga Frauen zu einem NRW-Duell zwischen der HSG Blomberg-Lippe und Borussia Dortmund. Die Meisterschale wird damit in jedem Fall nach Nordrhein-Westfalen gehen.
Duell mit Vorgeschichte
Bereits in der vergangenen Saison trafen beide Teams im Halbfinale aufeinander. Damals verlor die HSG das erste der drei Spiele in der Sporthalle Wellinghofen, setzte sich anschließend jedoch mit Siegen im Heimspiel und im dritten Spiel in Dortmund durch. Am Ende durfte sich Blomberg-Lippe als Vizemeister bezeichnen.
Auch in der laufenden Spielzeit begegneten sich beide Mannschaften mehrfach. Den Auftakt machte im August der Nelken-Cup in der Vorbereitung. Im Januar verloren die Blombergerinnen beim BVB und mussten die Tabellenführung abgeben. Auch im Halbfinale um den DHB-Pokal beim Haushahn Final4 hatte das Team von Steffen Birkner das Nachsehen, als sich Dortmund um Alina Grijseels später den Pokalsieg sicherte.
Anfang April erkämpfte sich die HSG die Tabellenführung und damit möglicherweise den entscheidenden Heimvorteil zurück. In einem intensiven Spitzenspiel gewann Blomberg-Lippe vor ausverkaufter Ulmenallee mit 33:31. Damit sicherte sich die Mannschaft den Hauptrundensieg und darf nun die beiden entscheidenden Finalspiele in eigener Halle austragen.
Erstes Ziel: gute Ausgangslage in Dortmund
Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf die Sporthalle Wellinghofen. Borussia Dortmund setzte sich im Halbfinale zweimal knapp gegen den Tabellendritten HSG Bensheim/Auerbach durch. Beide Partien gewann das Team von Trainer Henk Groener, der gegen die HSG seine letzten Spiele als BVB-Trainer begleitet, mit jeweils zwei Toren Vorsprung.
Die Dortmunderinnen konnten damit am vergangenen Wochenende verfolgen, wie die HSG Blomberg-Lippe deutlich gegen den Thüringer HC gewann. Bereits zur Pause führte die HSG mit 19:10 gegen den amtierenden EHF-European-League-Sieger und gab diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand.
Blomberg-Lippe steht damit zum zweiten Mal in Folge im Finale um die Meisterschaft. Durch den Pokalsieg der Dortmunderinnen wird es auch im August beim Rexel Super Cup in München erneut zum Duell mit dem BVB kommen.
Beste Defensive trifft auf beste Offensive
In Dortmund will sich die HSG eine gute Ausgangslage für die anschließenden Spiele an der Ulmenallee erarbeiten. Ein besonderer Fokus dürfte erneut auf der Rückraumqualität der Dortmunderinnen liegen. Mit Alina Grijseels, Dana Bleckmann, Alieke van Maurik, Guro Nestaker und Deborah Lassource kommt große Torgefahr auf die beste Bundesliga-Defensive der Liga zu.
Nur 480 Gegentore kassierte die HSG in der Hauptrunde. Der BVB stellt dagegen mit 702 Treffern die beste Offensive der Liga. Allein Grijseels, Bleckmann und Nestaker kommen als drei erfolgreichste Dortmunder Torschützinnen zusammen auf 288 Treffer.
Farrelle Njinkeu blickt mit Vorfreude auf die erste Finalpartie: „Wir freuen uns immer noch riesig über den Finaleinzug. In Dortmund wird es darauf ankommen, vorne unsere Tore zu machen, eine gute Abwehr zu stellen und unsere technischen Fehler zu minimieren. Das Finale um die Deutsche Meisterschaft bei den Frauen ist noch einmal etwas anderes, als in der Jugend um den Titel zu kämpfen. Darauf freue ich mich sehr!“
Foto: HSG