Blomberg (red). Nach einer einmonatigen Pause von der EHF European League bestreitet die HSG Blomberg-Lippe das erste Mal ein Viertelfinale auf europäischer Ebene. Für die Mannschaft von Cheftrainer Steffen Birkner führt die Reise zum spanischen Team Super Amara Bera Bera. Anpfiff des Hinspiels im Viertelfinale ist am Sonntag (23.03.) um 18 Uhr. Die Partie kann bei Dyn verfolgt werden.
Viertelfinal-Hinspiel in Spanien
Der Jubel nach dem letzten Gruppenphasenspiel Ende Februar war ausgelassen: Als Debütant beendete die HSG mit fünf Siegen aus sechs Spielen die Gruppe C als Tabellenführer, sodass man sich nicht nur für das Viertelfinale qualifizierte, sondern auch dem deutschen Kontrahenten HSG Bensheim/Auerbach aus dem Weg ging. Nun steht mit dem Auswärtsspiel in San Sebastián die erste von zwei Viertelfinalpartien an. In der „ersten Halbzeit“ müssen sich die Blombergerinnen vor einer ausgelassenen Atmosphäre beweisen. Die spanischen Vertreterinnen spielten nämlich in ihren drei Heimspielen der Gruppenphase immer vor mindestens 1500 Fans. Nur gegen die „Flames“ unterlagen sie im Polideportivo Jose A. GASCA.
Spanischer Meister fordert die HSG
Wie die HSG durchlief Bera Bera die Qualifikationsrunden zwei und drei. Gegen Sport Lisboa e Benfica und MKS FunFloor Lubin setzten sie sich durch und stehen nach erfolgreicher Gruppenphase ebenfalls das erste Mal im Viertelfinale der EHF European League. Die amtierenden spanischen Meisterinnen zeichnen sich insbesondere durch ihren schnellen Handball aus und nahmen in der Saison 2018/19 sogar an der Qualifikation zur Champions League teil. Seit der Spielzeit steht Imanol Álvarez Arruti als Cheftrainer an der Seitenlinie. Enorm viel Qualität bringen die Spanierinnen auf der Rückraumlinken-Position mit: Elke Karsten erzielte bereits 43 Tore in der Gruppenphase und ist damit Laetitia Quist (47 Tore) und Nieke Kühne (50 Tore) dicht auf den Fersen. Auch die 21-jährige Nachwuchshoffnung Carmen Arroyo Pimienta netzte in der laufenden Saison 30-mal ein.
Personal
Steffen Birkner kann auf den gleichen Kader setzen wie beim erfolgreichen Spiel gegen den Thüringer HC. Amber Verbraeken, Marie Michalczik und Díana Dögg Magnúsdóttir stehen weiterhin nicht zur Verfügung.
Foto: Timon Peters