Nieheim (red). Eine intensive Schönheitspflege ist manchmal vonnöten, vor allem, wenn man bald vor internationalem Publikum richtig glänzen will: Das weiß die Nieheimer Karnevalsgesellschaft (NKG) „Olle meh“ ganz genau, und so haben sich rund 20 Vereinsmitglieder trotz freiem Tag und Bilderbuchwetter auf dem Hof Schwubbe getroffen, um den Ausstellungstheken rechtzeitig vor dem 12. Deutschen Käsemarkt vom 2. bis 4. September ein frisches Antlitz zu verleihen. Bürgermeister Johannes Schlütz sowie Stella Klassen und Martina Weber von der Stadtverwaltung sind auch mit an Bord.

Theken zum ersten Mal restauriert

Die Karnevalisten sind von vornherein hoch engagiert bei der Sache und haben bei ihrer „Sanierungsaufgabe“ alle Hände voll zu tun. So werden die auf dem Hof Schwubbe gelagerten Ausstellungstheken vorsichtig herausgeräumt, von den Vereinsmitgliedern genau in Augenschein genommen und anschließend gründlich restauriert.

Alle packen mit an, und so wird fleißig geschraubt, gebohrt, ausgebessert, Folien und Plexiglas erneuert sowie, wenn nötig, die Rahmen und Fassaden aus Fichtenholz wieder instandgesetzt. Die dafür nötigen Materialien hat die Stadt Nieheim gestellt, die professionellen Werkzeuge haben die Karnevalisten selbst mitgebracht.

Ohne Ehrenamt geht nichts

„Diese umfangreichen Arbeiten sind jetzt wirklich nötig, denn der Zahn der Zeit hat an den Ständen reichlich genagt“, sagt NKG-Präsident Sebastian Wessler. So seien viele Plexiglas-Scheiben vergilbt, zerkratzt, die Folien auf den Theken eingerissen, schmutzig, und einfach nicht mehr für eine appetitliche und vor allem hygienische Präsentation geeignet. Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz ergänzt: „Schließlich sind das noch die ersten Ausstellungstheken, und die waren bereits beim ersten Käsemarkt 1998 im Einsatz. Das ist jetzt natürlich einiges zu tun, um Aussteller und Gäste wieder zu begeistern.“ Und Johannes Schlütz, selbst Mitglied der NKG, weiß genau: „Ohne die Unterstützung des Ehrenamtes könnten wir unser Großereignis gar nicht stemmen.“ Um die Motivation aller Beteiligten an diesem Morgen noch ein wenig anzuheizen, versorgt die Stadt Nieheim die fleißigen Helfer mit Kaltgetränken und Bratwurst im Brötchen.

Auch Nicht-Handwerker gefragt

54 gelagerte Theken müssen begutachtet und entsprechend ausgebessert werden, doch die Karnevalisten lassen sich von der handwerklichen Arbeit nicht abschrecken. Vorteil ist: Viele der Ehrenamtlichen sind hauptberuflich auch im Handwerk tätig und haben als Tischler oder Zimmerer die richtige Erfahrung. „Aber auch die Nicht-Handwerker sind voll Einsatz“, betont Sebastian Wessler, der sich darüber freut, dass nach der Pandemie überhaupt so viele Karnevalisten für diese Vereinsarbeit zu motivieren waren. „Das ist für alle Vereine wichtig, dass wir jetzt wieder gemeinsam Pläne schmieden können.“ Und der Deutsche Käsemarkt sei ein echter Magnet für die Stadt Nieheim.

Weitere Helfer gesucht

Für die Vorbereitungen zu einem gelungenen Käsemarkt ist allerdings weitere ehrenamtliche Hilfe dringend erforderlich, wissen auch die Karnevalisten. „Denn vor den Sommerferien werden wir sicherlich noch einmal an die Theken Hand anlegen müssen“, meint auch Stephan von Kölln, NKG-Vorsitzender. Die Karnevals-Gesellschaft würde sich freuen, wenn sich mit ihr noch andere Vereine aus Nieheim engagieren. „Wir brauchen ja noch viele helfende Hände, beispielsweise auch für den Kassendienst auf dem Käsemarkt selbst“, regt Präsident Sebastian Wessler an.

Wer also Lust und Zeit hat, noch bei den Vorbereitungen oder direkt beim 12. Deutschen Käsemarkt mitzumachen, sollte sich bei der Stadt Nieheim, unter Tel.: 05274/ 982 152 (Stella Klassen) oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Der zweite Termin für die Überarbeitung der Käsetheken ist am Freitag, 10. Juni, ab 16 Uhr angesetzt – wieder auf Hof Schwubbe.

Marktzeiten: Freitag, 2. September, von 14 bis 20 Uhr. Die offizielle Eröffnung des Käsemarktes ist um 14 Uhr auf der großen Festbühne am Richterplatz geplant.

Samstag, 3. September, von 10 bis 20 Uhr.

Sonntag, 4. September, von 10 bis 18 Uhr.

Weitere Infos: Stadt Nieheim, Marktstraße 18, 33039 Nieheim, Tel.: 05274/982 152.

www.nieheim.de

Foto: Stadt Nieheim